Hufrehe beim Pferd: Behandlung & Barhuf-Reha

Warum die physiologische Hufbearbeitung ein wichtiger Baustein der Hufrehe-Reha ist – und wie die Umstellung auf Barhuf bei Rehepferden gelingt.

Hufrehe (Laminitis) ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut. Sie kann durch Fütterung, Stoffwechselerkrankungen (z. B. EMS, Cushing), Überlastung oder Vergiftungen ausgelöst werden. So belastend die Diagnose ist: Mit der richtigen Kombination aus tierärztlicher Behandlung und fachkundiger Hufbearbeitung haben viele Rehepferde eine gute Chance, wieder schmerzfrei zu laufen.

Wie physiologische Hufbearbeitung die Reha unterstützt

Ziel der Bearbeitung bei Hufrehe ist es, die Belastung von der schmerzenden Zone zu nehmen und die Statik so zu verändern, dass der Zug auf die Lederhaut sinkt. Über abgestimmte Belastungsflächen und einen physiologisch logischen Abrieb wird die Durchblutung gefördert – die Grundlage dafür, dass sich der Huf regenerieren kann.

Im Huftherapiezentrum Eifel werden seit 2003 Pferde mit Hufkrankheiten wie Hufrehe, Hufrolle und Fehlstellungen begleitet. Diese Erfahrung fließt in jede Rehe-Reha ein.

Barhuf-Umstellung bei Rehepferden – geht das?

Ja. Unter fachkundiger Begleitung ist eine Barhuf-Umstellung auch bei Rehepferden möglich und unterstützt die Heilung oft deutlich, weil der Huf seine natürliche Funktion – Stoßdämpfung, Durchblutung, sensorische Rückmeldung – zurückgewinnt. Entscheidend sind enge Intervalle, Geduld und die Abstimmung mit dem Tierarzt. Wie du Übergangsphasen mit temporärem Schutz überbrückst, liest du im Hufschuh-Ratgeber.

Was du als Besitzer tun kannst

Beobachte Trachtenfußung, Trippeln, Wärme im Huf und einen pochenden Puls – frühe Warnzeichen. Halte Fütterung und Haltung im Blick und dokumentiere Veränderungen. Je enger Tierarzt und Hufbearbeitung zusammenarbeiten, desto besser der Verlauf.

Häufige Fragen zu Hufrehe

Kann ein Pferd mit Hufrehe auf Barhuf umgestellt werden?

Ja. Unter fachkundiger Begleitung und in Abstimmung mit dem Tierarzt ist eine Barhuf-Umstellung auch bei Rehepferden möglich und kann die Heilung deutlich unterstützen. Jeder Fall wird individuell beurteilt.

Ersetzt die Hufbearbeitung den Tierarzt bei Hufrehe?

Nein. Hufrehe ist ein tiermedizinischer Notfall. Die physiologische Hufbearbeitung ist eine unterstützende Maßnahme und ergänzt die tierärztliche Behandlung, ersetzt sie aber nicht.

Wie schnell sollte bei akuter Hufrehe gehandelt werden?

Sofort. Bei Verdacht auf akute Hufrehe zählt jede Stunde – zuerst den Tierarzt rufen. Die begleitende Hufbearbeitung setzt an, sobald die akute Phase stabilisiert ist.

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